Tiere

Eine variierende Anzahl von:



Wichtiger Hinweis zum Thema Fütterung: Mitgebrachtes Futter darf unter keinen Umständen selbst verfüttert werden! Geben Sie das mitgebrachte Futter bitte beim Personal ab. Wir prüfen es dann auf die mögliche Verwendung. Zur Fütterung darf nur das geeignete Futter aus den entsprechenden Automaten verwendet werden.



Schottisches Hochlandrind


Das Schottische Hochlandrind, Highland Cattle oder Kyloe genannt, ist eine Rasse des Hausrindes. Sie war die älteste registrierte Viehrasse, die ersten Tiere wurden 1884 registriert. Sie stammt aus dem Nordwesten Schottlands und von den Hebriden, wo sie seit Jahrhunderten durch natürliche Selektion die ihr zugeschriebenen Eigenschaften entwickelt hat. Das kleinwüchsige und relativ leichte Hochlandrind gilt als gutmütig, robust und langlebig, es eignet sich für die ganzjährige Freilandhaltung auch auf für schwere Rinder ungeeigneten Böden, kalbt leicht und viel und ohne menschliche Hilfe. Es liefert mittelrahmige Milch und cholesterinarmes Fleisch.

Ursprünglich gab es zwei Rassen, die normalerweise schwarze und etwas kleinere Kyloe, die auf den Inseln des nordwestlichen Schottland lebte, sowie eine eher rötliche und etwas größere Rasse aus den abgelegenen Highlands. Durch Züchtung wurden beide Rassen eins und erlangten die heute vorherrschende rot-braune Färbung. Die offiziellen Bezeichnungen des Farbspektrums des langhaarigen Fells sind: rot, gelb und schwarz, sowie – seltener vorkommend – gestromt, graubraun und weiß.

Die langen und möglichst symmetrischen Hörner sind in der Regel geschlechtsspezifisch unterschiedlich geformt. Bei Bullen haben sie idealerweise eine kräftige, waagerecht nach vorne gebogene Form. Bei den Kühen sind die Hörner meist deutlich länger und weit ausladend nach oben gebogen.
Die Rasse eignet sich besonders für extensive Weidebewirtschaftung. Heute wird die Rasse weltweit in vielen Ländern gezüchtet. Die ersten Hochlandrinder wurden 1975 nach Deutschland eingeführt, in den Vereinigten Staaten werden sie bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts genutzt.



Skudden-Schafe


Die auf der Roten Liste stehenden ostpreußischen Skudden-Schafe gehören zu der Gruppe der „Kurzschwänzigen Nordischen Heideschafe“. Anfang der 80er Jahre gab es einen Restbestand von nur noch ca. 200 Tieren. Es gehört zu den kleinsten deutschen Rassen, ist daher für die Fleischverwertung eher uninteressant Inzwischen ist der Bestand auf ca. 2000 Tieren gewachsen. Skudden-Schafe sind sehr genügsam und widerstandsfähig.



Esel


Der Hausesel (Equus asinus asinus) ist ein weltweit verbreitetes Haustier. Seine Stammform ist der Afrikanische Esel.
Anders als beim Hauspferd sind die Hufe des Esels einem steinigen, unebenen Untergrund angepasst. Sie geben sicheren Halt, sind aber weniger zum schnellen Rennen geeignet. Trotzdem kann ein Esel in Ausnahmefällen bis zu 50 km/h schnell werden. Esel stammen aus trockenen Ländern.Die Fellfarbe ist grau oder braun bis schwarz, manchmal rötlich. Daneben gibt es auch gescheckte Esel. Sehr selten sind rein weiße Esel. Über den Rücken verläuft meistens ein Aalstrich, und die Beine sind manchmal zebraartig gestreift. Der Bauch ist weiß; ebenso der Bereich um das Maul und die Augen. Esel haben meist eine Stehmähne und einen in einer großen Quaste endenden Schwanz. Die Ohren sind viel größer als Pferdeohren.

Esel haben je nach Rasse eine Schulterhöhe von 90 bis 160 cm und sind mit 2 bis 2½ Jahren geschlechtsreif. Nach einer Trächtigkeitsdauer von 12 bis 14 Monaten wird gewöhnlich ein Junges, manchmal auch zwei geboren. Die Entwöhnung der Jungen dauert bis zur Eigenständigkeit etwa sechs bis neun Monate. Esel sind in der Regel langlebiger als Pferde und können über 40 Jahre alt werden.



Kamerunschaf


Kamerunschafe sind kleine, kurzschwänzige Schafe mit länglichem Kopf und kleinen Ohren. Das Haarkleid ist dicht und eng anliegend. Es wird im Winter durch eine dichte Unterwolle ergänzt, welche im Frühjahr wieder abgestoßen wird. Böcke besitzen Sichelhörner sowie eine Mähne an Hals und Brust. Weibliche Tiere sind hornlos. Rassetypisch ist die braunmarkenfarbige Fellzeichnung mit mehr oder weniger kastanienfarbener Grundfärbung und schwarzer Zeichnung an Bauch, Kopf und Beinen. Daneben gibt es auch schwarzmarkenfarbige, rein schwarz gefärbte sowie weiße Tiere mit mehr oder weniger ausgeprägter schwarzer Fleckung. Diese abweichenden Färbungen sind je nach zuständigem Schafzuchtverband unerwünscht, geduldet bzw. anerkannt. Zuchtziel ist ein anspruchsloses, widerstandsfähiges Landschaf mit Haarkleid. Für Altböcke werden 40 bis 50 kg Körpermasse bei einer Widerristhöhe von 55 bis 60 cm erwartet. Für Mutterschafe sind es entsprechend 30 bis 40 kg bei 45 bis 55 cm Widerristhöhe. Die Brunst des Kamerunschafs ist asaisonal. Zwei Lammungen pro Jahr sind möglich. Die Erstzulassung weiblicher Tiere kann mit sieben Monaten erfolgen. Normal sind zwischen ein und drei Jungtiere pro Wurf.



Trauerschwan


Der Trauerschwan (Cygnus atratus) oder Schwarzschwan ist eine Vogelart aus der Gattung der Schwäne (Cygnus) und der Familie der Entenvögel (Anatidae). Er ist der einzige fast völlig schwarze Schwan und hat außerdem den längsten Hals aller Schwäne. Die ausgewachsenen Vögel sind 110 bis 140 Zentimeter lang und damit insgesamt etwas kleiner als der Höckerschwan. Sie wiegen 4 bis 8,5 Kilogramm. Durch ihre etwa 31 Halswirbel können sie auch in tieferen Gewässern gründeln. Im Flugbild macht der Hals über die Hälfte der Gesamtlänge aus. Das Gefieder und die Beine sind schwarz. Von weißer Farbe sind lediglich die Schwungfedern, die aber fast immer im Gefieder versteckt sind. An den Flügelrändern haben die Tiere gelockte Federn. Der Schnabel ist leuchtend rot gefärbt und wird von einem weißen Band nahe der Schnabelspitze geziert. Die Augenfarbe variiert zwischen Orange und Hellbraun. Der Trauerschwan kommt in allen Bundesstaaten Australiens vor, auf dem Festland wie auch in Tasmanien. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Trauerschwan nach Neuseeland gebracht und hat sich inzwischen dort fest eingebürgert. In Europa und in den Vereinigten Staaten wird er gelegentlich in Parkanlagen gehalten und hat als sogenannter Gefangenschaftsflüchtling auch hier schon vereinzelt in freier Wildbahn gebrütet. Aus Deutschland werden immer wieder Sichtungen von Trauerschwänen gemeldet.

Der Trauerschwan lebt an Seen mit Süß- oder Brackwasser, wobei er seichte permanente Wasserflächen bevorzugt. Außerhalb der Brutzeit ist er auch an Flüssen zu finden. Im Unterschied zu vielen anderen Wasservögeln und auch zu den anderen Schwanenarten ist der Trauerschwan kein Zugvogel. Er ist äußerst mobil, und kleine Störungen wie anhaltender Lärm veranlassen die Tiere weiterzuziehen. Dabei bleiben sie aber in einem Umkreis von etwa 100 Kilometern um den alten Aufenthaltsort und halten sich somit ihr ganzes Leben lang in der Region auf, in der sie aufgewachsen sind. Sie ziehen in diesem Gebiet nur relativ kleinräumig umher, um auch auf unterschiedliche Wasserstände und nur zeitweilig vorhandene Wasserflächen zu reagieren. Auch junge Männchen verhindern es, dass sich ein weiteres Trauerschwan-Männchen neu in ihrem Revier niederlässt; lieber weichen die Tiere einander aus.



Brahmahuhn


Als die zu den Riesenhühnern zählenden Brahma im letzten Jahrhundert nach Europa kamen, waren sie erst in England und später auch in Deutschland die „große Mode“ der Rassegeflügelzucht. Vor allem durch ihren sehr breiten und kräftigen Körperbau, den üppigen Feder- und Daunenreichtum, die ausgeglichene Form und reich befiederte Läufe, die massige Gestalt, ihre würdige Haltung und ihre Behäbigkeit wurden sie sehr schnell beliebt. Die Brahmas legen normalgroße Eier. Diese erscheinen im Verhältnis zur Körpergröße jedoch relativ klein. Eine weitere Besonderheit sind die Federn an den Füßen, die vorwiegend an den Außenseiten der Füße zur Seite wachsen. Die Brahmas haben einen kleinen Kamm, ihre Kopfform ähnelt der eines Adlers. Diese Hühnerrasse zeichnet sich durch einen sehr ruhigen Charakter aus, sie sind eher zurückhaltend und werden leicht zutraulich. Die Hennen haben einen ausgeprägten Bruttrieb. Die Küken sollten aber im Frühjahr schlüpfen, da sie langsam wachsen und ebenso langsam befiedern.



Mandarinente


Die Mandarinente (Aix galericulata) ist eine Vogelart aus der Familie der Entenvögel (Anatidae). Die Mandarinente gehört zu den „Glanzenten“, deren Name vom metallischen Glanz ihres Gefieders stammt. Sie ist meist relativ klein, kann jedoch auch bis zu 46 cm lang werden. Den prächtigen, bunten Erpel erkennt man leicht an seinem grün-metallischen Schopf, dem kastanienbraunen „Backenbart“ und den orangefarbenen Flügelfedern. Das graubraune Weibchen ist vergleichsweise unscheinbar, hat einen weißen Augenring mit Streifen, ein weißes Kinn und eine gefleckte Unterseite.



Nilgans


Die Nilgans (Alopochen aegyptiacus) ist der häufigste Wasser-vogel Afrikas und ist in Europa schon lange ein beliebter Parkvogel. Auch als Wildvogel kann die Nilgans als eingebürgert gelten. Im tropischen Afrika kommen Nilgänse an den unterschiedlichsten Gewässern von Bächen bis zu sehr großen Seen vor. Genauso anpassungsfähig zeigen sich Nilgänse jetzt auch in NRW, wo sie in Bergsenkungsgewässern und Feucht-wiesen, in Bach- und Flussauen, an Baggerseen und Kiesgruben, an Fisch- und Parkteichen, in Rieselfeldern und an Talsperren vorkommen. Zur Hauptnahrung der Nilgänse gehören Gräser, daneben werden Getreidefelder regelmäßig aufgesucht. Parkvögel fressen wie Stockenten auch Brot. Selbst strenge Winter wie 1995/96 und 1996/97 konnten den Nilgansbestand nicht negativ beeinflussen. Aufgrund der hohen Nachwuchsrate ist zu erwarten, dass Nilgänse sich noch weiter ausbreiten und irgendwann flächendeckend in den Tieflagen unseres Landes brüten werden.



Pfau


Pfaue gehören zu den prächtigsten Vögeln, die wir kennen:
Mit ihren schleppenartigen Schwanzfedern und den schillernden Farben sind sie unverkennbar. Pfauen gehören zur Ordnung der Hühnervögel und dort zur Familie der Fasanen. Der bei uns bekannte Pfau heißt Gemeiner oder Blauer Pfau (Pavo cristatus). Vor allem die Männchen sind sofort zu erkennen: Ihre bis zu 150 Zentimeter langen Schwanzfedern mit dem Muster, das an Augen erinnert, ist in der Vogelwelt fast einzigartig. Diese Schwanzfedern sind stark verlängerte Oberschwanzdecken. Das Männchen kann sie zu einem Rad aufstellen. Dadurch wirkt der Vogel noch imposanter. Der eigentliche Schwanz ist viel kürzer: Er misst nur 40 bis 45 Zentimeter. An Hals, Brust und Bauch sind die Männchen leuchtend blau gefärbt. Insgesamt werden sie bis zu zwei Meter lang und wiegen zwischen vier und sechs Kilogramm. Unter den Augen sitzt ein großer, halbmondförmiger weißer Fleck. Die Weibchen sind kleiner: Sie sind nur höchstens einen Meter groß und wiegen zwischen zwei und vier Kilogramm. Außerdem sind sie viel weniger bunt: Ihr Federkleid ist überwiegend grünlich-grau. Sie haben ein unauffälliges Muster und keinen langen Schwanz. Männchen und Weibchen tragen auf dem Kopf eine Federkrone. Pfaue können bis zu 30 Jahre alt werden.



Pute


Das Haustruthuhn (Meleagris gallopavo) ist die domestizierte Form des Truthuhns und bildet mit diesem eine Art. Männliche Tiere werden Truthahn oder Puter, weibliche Tiere Truthenne oder Pute genannt. Die Rassen des Haustruthuhns werden manchmal auch Farbenschläge genannt, da diese sich fast nur in Größe und Farbe unterscheiden. Die schwersten Rassen bringen es auf über 25 kg. Gegenüber dem metallisch schimmernden, bronzefarbenen Rückengefieder und dem graubraunen bis schwarzen Bauch sind der Kopf und der Hals des Hahnes nackt und blau bis rötlich gefärbt. Charakteristisch sind die roten, warzenähnlichen Hautlappen an Kopf und Hals sowie ein langer, blasser Schwellkörper am Grunde des Oberschnabels; bei der Balz steht dieser Schwellkörper aufrecht und färbt sich glänzend rötlich-blau. Die dunkelbraunen Flügel weisen eine grün und gelb schillernde Bänderung auf. Im Gegensatz zum matter gefärbten Weibchen sind die Füße des Hahnes gespornt. Die Truthühner sind ausgesprochene Waldbewohner, die ihre Nahrung überwiegend am Boden finden. Hierzu zählen Früchte und Samen ebenso wie kleinere Wirbel-tiere, Würmer, Schnecken und Insekten. Dabei schreiten sie außerhalb der Brutzeit in nach Geschlechtern getrennten Schwärmen durch das Unterholz und stöbern ihre Beute vor sich auf. So durchwandern sie im Winterhalbjahr tagsüber größere Landstriche und übernachten im Schutz vor Raubtieren gesellig auf Bäumen (Schlafplätze). Trotz ihres hohen Gewichts sind die Truthühner recht gute Flieger, machen aber nur selten von ihrem Flugvermögen Gebrauch.



Stockente


Die Stockente (Anas platyrhynchos), auch Wildente genannt, wiegt 700 bis 1.500 Gramm. Ihre Länge beträgt maximal 58 Zentimeter und ihre Flügelspannweite bis zu 95 Zentimeter und sie kann maximal 110 Kilometer pro Stunde schnell fliegen. Ihre Lebenserwartung beträgt bis zu 15 Jahre. Das Prachtkleid des Männchens (Erpel) ist grau mit brauner Brust, bräunlichem Rücken und schwarzen Ober- und Unterschwanz-decken. Der Kopf ist metallisch grün mit weißem Halsring darunter, der Schnabel grün-gelb. Am Hinterrand der Flügel befindet sich ein metallisch blaues, weiß gesäumtes Band, der „Spiegel“. Die Schwanzspitzen sind aufgerollt (Erpellocken). Das Männchen trägt im Zeitraum zwischen Juli und August sein Schlichtkleid, und sieht dabei dem Weibchen zum Verwechseln ähnlich. Lediglich die Schnabelfärbung liefert den Hinweis auf das Geschlecht: der Schnabel des Männchens ist weiterhin deutlich gelb, wogegen der Schnabel des Weibchens dunkelgrau bis braun ist.



Laufente


Die Laufente oder Indische Laufente, auch Flaschenente genannt, ist eine von der Stockente (Anas platyrhynchos) abstammende Entenrasse, die um 1850 von Südostasien nach Europa importiert wurde, wo sie vor allem in England gezüchtet wurde. Die Laufente hat einen langen, schlanken Körper und geht mit steil nach oben gerichtetem Hals. Sie hat einen sehr lebhaften Charakter und ist sehr aufmerksam und agil, dabei aber flugunfähig. In Europa werden Laufenten häufig in Gärten gehalten, da sie mit Vorliebe Schnecken und Schneckeneier vertilgen. Dank ihrer für Enten relativ hohen Läufe sind Laufenten besser zu Fuß als Stockenten oder Nutzrassen wie die Pekingente. Jedoch ist auch die Laufente ein Wasservogel und benötigt Wasser sowohl zur Nahrungsaufnahme als auch zur Gefieder-pflege, weiterhin gehört Schwimmen zu ihren normalen Grundbedürfnissen. Deshalb sollte ein Schwimmgewässer in ausreichender Größe vorhanden sein.



Gans


Die Hausgans stammt von der Graugans (Anser anser) ab und ist dieser – abgesehen von der Gefiederfarbe – noch in sehr vielen Dingen ähnlich. Sowohl Haus- als auch Graugänse sind sehr gesellige Tiere. Sie leben immer in größeren Gruppen. Haben Graugänse einen Partner gefunden, so bleiben sie diesem ein Leben lang treu. Graugänse sind sehr gute Schwimmer und Läufer. Außerdem können sie lange Strecken fliegen. Unsere Hausgänse können meist nicht mehr fliegen, da sie zu schwer sind.
Übrigens: Gänse sind ziemlich kluge und lernfähige Tiere!



Streifengans


Streifengänse (Anser indicus) sind grazile Gänse, die etwa so groß wie Blässgänse werden. Sie sind hell silbergrau gefärbt, haben einen hellgelben Schnabel und orangefarbene Füße.
Die Kopfseiten und die Unterseiten von Kopf und Hals sind weiß gefärbt. Zwei zueinander parallele braunschwarze Streifen um-greifen bogenförmig den Kopf.



Perlhuhn


Die Perlhühner sind eine Familie der Hühnervögel (Galliformes), die vier Gattungen mit insgesamt sechs Arten umfasst.
Als Stammform der Hausperlhühner gilt die Form Numida meleagris (Helmperlhuhn). Numidien, das heutige Algier in Marokko, gilt als Herkunftsland des Perlhuhns. Daher der Gattungsname Numida. Die deutsche Bezeichnung Perlhuhn bekam das Tier auf Grund der vielen weißen Punkte die das dunkle Gefieder schmücken. Perlhühner haben ein ausgeprägtes Bewegungsbedürfnis und können sehr durchdringend schreien. Sie sind sehr nervös und scheu. Perlhühner ernähren sich einerseits von Beeren und Pflanzen, andererseits aber auch von kleineren Tieren wie z.B.: Ameisen, Spinnen, kleinen Schnecken und Käfern.



Hausziege


Die Hausziege (Capra aegagrus hircus) ist ein Säugetier und gehört in der Ordnung der Paarhufer zur Unterordnung der Wiederkäuer und in die Familie der Hornträger. Unter den Wiederkäuern sind Ziegen zusammen mit dem Schaf die ältesten wirtschaftlich genutzten Haustiere. Sie sind sehr genügsame Weidetiere, können ganzjährig im Freien gehalten werden und machen nicht viel Arbeit. Deshalb nannte man sie früher auch die „Kuh des kleinen Mannes“. Sie können sehr gut klettern, sind trittsicher und schwindelfrei und finden sich in jedem Klima zurecht. Deshalb sind sie fast überall auf der Welt verbreitet. Sie strafen das Schimpfwort „dumme Ziege“ Lügen, denn sie finden beispielsweise das kleinste Schlupfloch in einem Zaun, um an frisches Gras zu kommen.



Damwild


Der Damhirsch (Dama dama) ist deutlich größer als ein Reh, aber kleiner und vor allem leichter als ein Rothirsch. Die europäische Unterart hat eine Kopfrumpflänge von 130 bis 175 Zentimetern, einen etwa 20 Zentimeter langen Schwanz, eine Schulterhöhe von 80 bis 105 Zentimetern und ein Gewicht von etwa 65-110 (Männchen) beziehungsweise 45-70 Kilogramm (Weibchen). Der Damhirsch hat einen verhältnismäßig stärkeren Körper, kürzeren Hals, kürzere und minder starke Läufe als der Rothirsch und deutlichere Tränengruben und ein mit runder Stange und Augensprosse versehenes, oben schaufelförmiges Geweih mit Sprossen am hinteren Rand. Der Dam-hirsch variiert stark in der Färbung und ist im Sommer an der Oberseite, den Schenkeln und der Schwanzspitze braunrötlich, auf der Oberseite weiß gefleckt. Unter- und Innenseite der Beine sind weiß. Im Winter ist er an Kopf, Hals und Ohren braungrau, auf dem Rücken und an den Seiten schwärzlich, an der Unterseite aschgrau. Schwarze und weiße Varietäten sind nicht selten. Der Damhirsch hat im Wesentlichen dieselbe Lebensweise wie der Rothirsch, ist aber genügsamer und hält sich daher besser in Kiefernheiden und parkähnlichen Landschaften. Er ist weniger scheu und vorsichtig, steht aber dem Rothirsch an Schnelligkeit und Gewandtheit in nichts nach. Er lebt gern in lichten Wäldern mit ausgedehnten Wiesen, ist aber sehr anpassungsfähig, so dass er in fast allen Regionen Europas anzutreffen ist. Der Damhirsch ist ein Wiederkäuer und somit ein reiner Vegetarier. Die Tiere ernähren sich von Gras und Laub. Sie verbeißen auch die Rinde von Bäumen, richten aber nicht so große Schälschäden an wie Rothirsche. Sie erlangen ein Lebensalter von bis zu 25 Jahren.



Soayschaf


Das Soayschaf ist ein sehr primitiver Typ von Hausschaf und repräsentiert den Zuchtzustand von Nutzschafen des Neolithikums. Es wurde entweder von frühen Siedlern oder später von Wikingern auf die Insel Soay im St. Kilda-Archipel vor der schottischen Westküste verbracht und verwilderte dort. Der Name Soay ist nordischen Ursprungs und bedeutet „Schafinsel“. Wegen der Unzugänglichkeit der Insel und des geringen Nutzwertes dieser Tiere blieben sie von menschlichem Einfluss über lange Zeit verschont und konnten so ihren ursprünglichen Typus bewahren. Auffällige Merkmale dieser Schafe sind die wildfarbene Zeichnung, die in etwa der des Europäischen Mufflons entspricht und der selbständige saisonale Wollabwurf. Auch das Verhalten ist wildtierartig, Soayschafe lassen sich durch Hütehunde nicht lenken. Die Tiere sind überwiegend in beiden Geschlechtern behornt, es kommt aber eine kleinere Zahl unbehornter weiblicher Tiere vor. Soayschafe müssen nicht, wie andere Schafrassen, geschoren werden. Sie werfen ihr Winterfell ab. Das Abwerfen erfolgt in der Regel ab Anfang April und kann sich bis in den Juli hineinziehen. Der Zyklus wird durch äußere Faktoren beeinflusst, so dass der Beginn des Haarwechsels durchaus früher beginnen kann. Neben vereinzelten einfarbigen Tieren kommt der mufflonfarbene Typ in einer dunklen und einer hellen Variante vor. Das Verhältnis dieser beider Farbtypen zueinander beträgt etwa 3:1. Außerdem unterscheidet man haarbetonte und wollbetonte Individuen.



Hausschaf


Das Hausschaf (Ovis orientalis aries) gibt es auf der ganzen Welt. Es soll schon vor 11.000 Jahren gezähmt worden sein und zählt so zu den ältesten Haustieren. Es liefert Milch, Fleisch und feinste Wolle. Als Urvater der kurzschwänzigen Schafrassen gilt das Mufflon. Schafe unterscheiden sich von den Ziegen durch die flache Stirn und die kantigen, schneckenförmig gedrehten Hörner. Außerdem fehlt ihnen der Bart. Sie haben ein langes, ziemlich schmales Maul und spitze Ohren. Die Länge eines Schafes beträgt etwa 1,50 Meter. Der Schwanz ist kurz. Ein ausgewachsenes Tier kann 75 bis 200 Kilogramm wiegen. Schafe sind Wiederkäuer. Bei ihnen fehlen die oberen Schneide- und Eckzähne. Der Magen ist in vier Kammern unterteilt. Schafe ernähren sich von Gräsern, Kräutern, Zweigen und Blättern.
Das Weibchen wirft nach einer Tragzeit von etwa 150 Tagen drei bis vier Lämmer. Schafe können ungefähr 20 Jahre alt werden.